Bestand · Wien · 2026
Heizung tauschen: Muss ich?
Bund: kein Stichtag für jede Gasheizung
Im Bestand gibt es 2026 keine bundesweite Pflicht, eine noch nutzbare Gasheizung zu einem festen Datum auszubauen. Wer tauschen will, prüft zuerst das Bundesfenster. Stand 19. Oktober 2026: die Neuauflage für Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäuser ist noch nicht offen, Registrierung ab 2. November, siehe Kesseltausch Förderung 2026.
Für Neubauten gelten andere Regeln (unter anderem das ÖKEVG zu bestimmten fossilen Zentralheizungen). Das ersetzt keine Auskunft der Baubehörde.
| Ihre Lage | Üblicher nächster Schritt |
|---|---|
| Die Heizung läuft, Sie wohnen nicht in Wien | Kein bundesweiter Stichtag. Zuerst reparieren oder Kosten vergleichen. Bundes-Kesseltausch für Häuser erst ab 2. November 2026 registrieren, nicht vorher |
| Die Heizung ist defekt | Wärmepumpe, Fernwärme und erlaubte Alternativen vergleichen. Landesstelle öffnen. Vertrag nicht über diese Website |
| Wien, Bestand, Umstieg von Gas geplant | Stadtprogramm „Raus aus Gas“ und MA 50 / Wohnbau. Das ist ein eigener Antrag, nicht der Bund |
| Wien, Neubau in einem Klimaschutz-Gebiet | Energieraumplan: Heizung und Warmwasser über erneuerbare Systeme oder Fernwärme. Bestand ist davon nicht automatisch erfasst |
Wien: „Raus aus Gas“ ist Stadt, nicht Bund
Die Stadt Wien will die Wärmeversorgung bis 2040 von Öl, Gas und Kohle lösen. Das Programm beschreibt Fernwärme, erneuerbare Systeme und Förderungen. Es ist kein Bundes-Kesseltausch und kein Ersatz für das Bundesfenster.
Auf der amtlichen Förderseite nennt die Stadt unter anderem Zuschüsse für die Umstellung von Heizanlagen und eine Dekarbonisierungsprämie, wenn am Hauptwohnsitz Heizung, Warmwasser und Kochen vollständig ohne Gas auskommen und der Gasanschluss abgemeldet wird. Beträge, Deckel und ob das Fenster offen ist, stehen nur auf wien.gv.at. Wir rechnen sie hier nicht um und addieren sie nicht mit dem Bund.
Energieraumpläne nach der Wiener Bauordnung gelten nach der Stadtseite für neu errichtete Gebäude in festgelegten Klimaschutz-Gebieten. Bestandsgebäude sind davon nach derselben Darstellung nicht betroffen.
- Stadt Wien: Förderungen „Raus aus Gas“
- Stadt Wien: Ziele des Programms
- Stadt Wien: Energieraumpläne für Neubauten
Fünf Schritte, bevor Sie einen Betrieb anrufen
- Wohnen Sie in Wien? Dann zuerst die Stadtseiten oben, nicht eine deutsche Pflicht mit Kalenderstichtag.
- Prüfen Sie auf sanierungsoffensive.gv.at das Bundesfenster. Stand 19. Oktober 2026: Registrierung der Neuauflage ab 2. November bis 31. Dezember, nur Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäuser. Der Sanierungsbonus steht dort weiter als beendet.
- Öffnen Sie die Landesstelle Ihres Bundeslandes. Jede Stelle hat eigene Regeln.
- Notieren Sie Alter der Anlage, Brennstoff und ob Fernwärme in der Straße liegt.
- Lassen Sie die Heizlast rechnen, bevor Sie eine ganze Anlage bezahlen. Der Grobrechner auf dieser Website ersetzt das nicht.
Quellen
- wien.gv.at: Förderungen „Raus aus Gas“
- wien.gv.at: Programm „Raus aus Gas“
- wien.gv.at: Energieraumpläne Neubau
- sanierungsoffensive.gv.at — Bundesfenster
Häufige Fragen
Darf ich 2026 noch eine Gasheizung einbauen?
Im Bestand gibt es keinen bundesweiten Satz „Gas ist überall verboten“. In Wien können Energieraumpläne den Neubau beschränken. Fragen Sie die zuständige Stelle, nicht diese Seite.
Wer entscheidet in einer Mietwohnung?
In der Regel die Eigentümerseite oder die Hausverwaltung. Als Mieter können Sie diesen Text weitergeben.
Ist „Raus aus Gas“ dasselbe wie der Kesseltausch des Bundes?
Nein. Wien hat ein eigenes Stadtprogramm und eigene Anträge. Der Bund öffnet ab 2. November 2026 eine Neuauflage des Kesseltauschs für Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäuser, nur bis 31. Dezember. Das ist nicht der Wiener Antrag.